Fünf Siege in Serie – formstarke Hagener in Ehingen zu Gast

Die knappe Heimniederlage gegen Tabellenführer Niners Chemnitz ist erst ein paar Tage alt, da steht schon die nächste schwere Aufgabe für das TEAM EHINGEN URSPRING an. Beim Heimspiel in der Halle des Johann-Vanotti-Gymnasiums am Freitag (19 Uhr) wartet mit Phoenix Hagen erneut eine Mannschaft, die eine lange Siegesserie mitbringt.

Die Ehinger fielen nach dem vergangenen Wochenende auf den sechsten Tabellenplatz zurück, sind aber punktgleich mit dem kommenden Gegner. Auch wenn man so weit oben in der Tabelle steht, ist jeder Sieg ein wichtiger im Kampf um den Ligaverbleib. Zwar endete die Siegesserie der Steeples gegen Chemnitz in eigener Halle, aber nun folgt ein neuer Anlauf. „Die Niederlage war kein Beinbruch, aber so ein starker Gegner hat einem eben auch direkt die Schwächen gezeigt und wir haben daran gearbeitet“, erklärte Trainer Domenik Reinboth. Mit dem darauffolgenden Spiel bei den Artland Dragons am kommenden Montag (19:30 Uhr) werden es drei Spiele in acht Tage sein und damit auch eine Frage der Kräfte. „Alle sind nun langsam etwas müde, aber zum Ende des Jahres setzt das noch einmal etwas Kräfte frei“, meinte Domenik Reinboth.

Auch die Entwicklung seiner jungen Spieler ist bisher sehr zufriedenstellend für den Trainer. Allen voran Kevin Strangmeyer, der im Sommer erst 18 Jahre alt wurde und in der ProA immer mehr Spielzeit bekommt und dies für acht Punkte in der vergangenen Partie zu nutzen wusste. Dazu spielt der Forward in der NBBL eine sehr starke Saison und überzeugt mit 18 Punkten und 12,5 Rebounds im Schnitt. „Er bekommt etwas mehr Routine und Selbstsicherheit und entwickelt sich toll“, beschrieb sein Trainer.

Turbulente Saison am Traditionsstandort

Die Gästen von Phoenix Hagen trennten sich Anfang November nach nur zwei Siegen aus acht Partien – zu wenig für den Ex-Bundesligisten - von Trainer Kevin Magdowski. Seitdem ging es bergauf und es folgten fünf Siege in Folge. Interimsweise übernahm Co-Trainer Tobit Schneider das Amt und gewann drei Spiele, darunter auch die Partien gegen die Favoriten Hamburg Towers und Rostock Seawolves. Seit Anfang Dezember ist Chris Harris der neue Mann an der Seitenlinie bei den Feuervögeln. Er war vier Jahre lang Assistenztrainer bei den Eisbären Bremerhaven in der Bundesliga. Auch er knüpfte mit zwei knappen Siegen zuletzt an die recht erfolgreiche Phase an. „Es wird schwierig für uns sein, sich darauf einzustellen, wie immer nach einem Trainerwechsel. Wir müssen uns während des Spiels auf neue Dinge einstellen“, merkte Coach Domenik Reinboth an.

Der kanadische Coach spielt mit nur zwei Importspielern eine kurze Rotation, bei der vier Akteure rund 30 Minuten auf dem Feld stehen. Dazu kommen mit dem nachverpflichteten Jeremy Dunbar (6,7 Punkte) und dem Ex-Urspringer Joel Aminu (6,1 Punkte / 1,3 Steals) zwei defensivstarke Flügelspieler. „Er ist ein guter Spieler, aber bei ihm ist eben bisher der Knoten noch nicht so richtig geplatzt“, sagte Reinboth über seinen ehemaligen Schützling. Gespannt sein darf man auf die Duelle unter den Körben. Denn die Hagener sind mit 38 Rebounds im Schnitt die stärkste Mannschaft in dieser wichtigen Kategorie des Spiels. Das ist vor allem ein Verdienst von Center Alex Herrera (8,9), den Reinboth „als sehr dominaten Center in dieser Liga“ beschreibt und der sich mit Ehingens Kevin Yebo (9,7) um die Position als bester Rebounder der Liga streitet. Dazu kommt der vielseitige Forward Dominik Spohr (14,6 Punkte), der schon 190 BBL-Spiele bestritt und als Kapitän voran geht. Nationalspieler Jonas Grof (12,3 Punkte/je 5,4 Assists und Rebounds) stellt auch durch seine Größe von 2,01 Meter auf der Spielmacher Position eine Gefahr dar und wird von Kristopher Fullwood-Davis (14,5 Punkte) auf der Guard-Position unterstützt. „Hagen ist ein sehr gefährlicher Gegner, der schnell spielt und sehr wurfstark ist. Dazu kommen sie mit viel Selbstvertrauen“, sagte Ehingens Trainer Domenik Reinboth.