Steeples schaffen durch starke Leistung den Einzug in die Playoffs

Der elfte Heimsieg hat es möglich gemacht. Mit 89:81 gewann das TEAM EHINGEN URSPRING gegen die Römerstrom Gladiators Tier und zieht damit in die Playoffs ein. Die Ehinger krönen damit einen starke Saison mit der keiner so gerechnet hatte. Trotz der beiden Ausfälle von Seger Bonifant und Tim Hasbargen und kleiner Rotation, bleiben die Steeples eine Macht in der JVG-Halle. Selbst ein schwaches drittes Viertel kompensierte das Team von Domenik Reinboth. Erneut schaffte es seine Mannschaft trotz der Ausfälle einen Kraftakt aufs Parkett zu zaubern.

Das Spiel startete direkt spektakulär. Nach dem Ballgewinn von Gianni Otto dunkte Kevin Yebo zum 2:0 mit Foul und legte den Freiwurf nach. Vorerst blieb Trier zwar weiter dran, musste aber Mitte des ersten Viertels abreißen lassen. RayShawn Simmons brachte die 14:7-Führung und legte wenig später zum 16:11 nach. Die Foulprobleme wurden vermieden und aus der Distanz fielen die Dreier reihenweise. Zum Ende des Viertels waren es 30 Punkte, die das Ehinger Team erzielt hatte. Eine offensive Leistung mit der ohne die verletzten Hasbargen und Bonifant, im Schnitt erzielen beide zusammen 26 Punkte, nicht zu rechnen war.

Im zweiten Viertel ging es direkt so weiter. Zum Start folgten je ein Dreier von Dan Monteroso  und Kevin Yebo, da war die Führung erstmals zweistellig. Danach folgten Punkte von Tanner Leissner, der alle seiner 14 Freiwürfe an diesem Abend versenkte. Immer wenn die Gäste etwas näher kamen, war die Antwort ein Distanzwurf der Steeples. Erneut waren es Yebo und Monterso, die für eine zwischenzeitliche 16-Punkte-Führung sorgten. Für Trier waren wie so oft meist die Spieler unter dem Korb für Punkte verantwortlich. Ihre vielen Ballverluste wusste die Ehinger Mannschaft  zu nutzen und hielten den zweistelligen Vorsprung auf 54:43 bis zur Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit bot sich das gewohnte Bild. Tanner Leissner traf erstmal aus dem Feld und dann von der Freiwurflinie, da war der Vorsprung schon wieder auf 14 Punkte gestiegen (59:45). Nach Punkten von Gladiators-Center Kilian Dietz, traf Gianni Otto noch zum 61:46, dann aber folgte der Einbruch. Insgesamt fünf Minuten gelang den Steeples kein Punkt. Trier kämpfte sich nach und nach heran und glich durch Kelvin Lewis sogar zum 61:61 aus. Zu mehr reicht es den Moselstädtern nicht. Denn Ehingens Spielmacher Simmons übernahm Verantwortung und sorgte für die Punkte an der Freiwurflinie. Als Dominiqe Uhl zum 67:61 traf war die Schwächephase überwunden.

Im Schlussabschnitt versuchte Trier alles, aber die stark aufgelegten Monteroso und Leissner stemmten sich dagegen. Mit dem 78:68 von Simmons war die Vorentscheidung fünf Minuten vor dem Ende beinahe gefallen, aber Routinier Jermaine Bucknor konterte ebenfalls aus der Distanz. Durch gute defensive Aktionen und kaum Nerven an der Freiwurflinie holte sich das TEAM EHINGEN URSPRING am Ende verdient den 17. Sieg der Saison.

Domenik Reinboth (TEAM EHINGEN URSPRING):

"Danke an Christian für die Glückwünsche. Für die Trierer ist es eine schwere Saison mit  ebenfalls zwei schwerwiegenden Ausfällen derzeit. Die Leistung meiner Mannschaft war unglaublich stark. In der zweiten Halbzeit hat Trier physischer gespielt und besser getroffen und uns aus dem Rhythmus gebracht, dazu kam unsere kurze Rotation. Im dritten Viertel waren wir wie ein angeschlagener Boxer, dann hat aber RayShawn Simmons Verantwortung übernommen. Vor dem Team muss ich wirklich den Hut ziehen nach solch einem Spiel. Jeder hat seinen Anteil daran. Dennoch muss ich Danke sagen an Tim Martinez. Der mit seinen 16 Jahren zwar nur knapp über eine Minute spielt und dennoch den anderen dadurch eine wichtige Pause gegeben hat und das in so einem wichtigen Spiel. Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft."

Christian Held (Römerstrom Gladiators Trier) :

"Glückwunsch an Ehingen, sie haben verdient gewonnen. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft aus dem Bus zu kommen und waren nicht da. 55 Punkte in einer Halbzeit zu bekommen ist dann auch deutlich zu viel. Wir haben Ehingen zu viele einfache Punkte erlaubt. Danach ist es dann schwer ins Spiel zurück zu kommen. Im dritten Viertel waren wir zwar zurück, haben es aber nicht geschafft wieder ganz zurück zu kommen. Danach hat es Ehingen gut gemacht. Für uns steht es jetzt nächste Woche ein Endspiel um die Playoffs gegen Karlsruhe an."