Steeples wollen mit den Fans im Rücken die Serie ausgleichen

Nur wenig Zeit zur Erholung bleibt den beiden Mannschaften vor dem so wichtigen zweiten Spiel am Dienstagabend. Während sich die MLP Academics Heidelberg mit einem Erfolg in der JVG-Halle den Matchball für kommenden Freitag erspielen können, will das TEAM EHINGEN URSPRING die Serie ausgleichen. Mit den eigenen Fans im Rücken und toller Unterstützung von den Rängen der vollen Halle soll dies gelingen. „Am Dienstag ist das Ergebnis vom Samstag vergessen. Es beginnt für beide Teams wieder von vorne und in einer Serie, bei der ein Team drei Siege braucht, ist noch alles offen“, sagt Ehingens Trainer Domenik Reinboth.

Seine Mannschaft erlaubte sich 15 Ballverlusten, davon neun in der zweiten Halbzeit - zu viele um die Siegchance in Spiel eins zu wahren. „Wir werden die Fehler analysieren und sie am Dienstag hoffentlich minimieren“, erklärt Reinboth. Von einem großen Unterschied zwischen dem Siebten und dem Tabellenzweiten der Hauptrunde war dabei kaum etwas zu sehen. 

Vor allem im ersten Durchgang stand die Defensive gut, doch die Fehler im letzten Viertel wurden dann von den Heidelbergern eiskalt genutzt. „Sie haben das im Stile einer Spitzenmannschaft, die sie als Tabellenzweiter ohne Frage sind, stark genutzt“, zollt Reinboth dem Gegner Respekt. Dennoch sah der Ehinger Coach auch einige positive Ansatzpunkte in der Neckarstadt.

Oftmals war es aber der erfahrene Shyron Ely, drittbester Scorer der Hauptrunde, der den Steeples es schwer machte und mit 22 Punkten großen Einfluss auf das Spiel hatte. „Es wäre ein Fehler zu versuchen ihn ganz zu stoppen. Dennoch sollten wir es ihm so schwer wie möglich machen und keine einfachen Punkte abgeben“, sagt Reinboth. Dazu fehlte beim TEAM EHINGEN URSPRING weiterhin der beste Dreipunkteschütze der Liga, Seger Bonifant, aufgrund einer vor drei Wochen erlittenen Bänderverletzung. „Wir müssen bei ihm von Tag zu Tag schauen. Die Belastung lässt einen Einsatz derzeit nicht zu. Aber unsere medizinische Abteilung arbeitet weiter hart an seinem Comeback“, erklärt Reinboth die Situation um seinen Kapitän, der schmerzlich vermisst wird. 

Auf das erste Playoff-Heimspiel seit fünf Jahren fiebert auch Domenik Reinboth hin und ist positiv gestimmt für die zweite Partie der spannenden Playoff-Serie. „Mit unserer tollen Heimbilanz und viel Energie wollen wir uns den Sieg holen“.