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40 MINUTEN KÄMPFEN ZUM ERSTEN HEIMSIEG GEGEN TIGERS TÜBINGEN

05.01.2021

Für das TEAM EHINGEN URSPRING ist es das dritte Spiel innerhalb von neun Tagen. Und das nach einigen Wochen Zwangspause. Dennoch geht die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth hochmotiviert in das erste von drei aufeinanderfolgende Heimspielen. Die Tigers Tübingen feierten bisher erst zwei Saisonsiege in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA und versuchen ihrerseits alles daran zu setzen im Derby aus dem Tabellenkeller
zu kommen.

Ausgangslage: Ein vollgepackter Jahresstart mit einigen Möglichkeiten den zweiten Saisonsieg und insbesondere den ersten Heimsieg zu holen gibt es nun für das Team Ehingen Urspring. Die Partie am Mittwochabend (17 Uhr) ist das erste Heimspiel im neuen Jahr. Nur vier Tage später gastieren die Paderborner in der JVG-Halle und kurz darauf ist Ralph Junge mit den Nürnberg Falcons zu Gast. Nachdem man im kompletten Jahr 2020 ohne Sieg in eigener Halle blieb, soll sich das nun ändern. „Wir müssen unseren Rhythmus finden und einfache Fehler minimieren“, sagte Trainer Reinboth. Dabei ist es nicht nur ein Derby, „sondern auch ein enorm wichtiges Spiel, wenn man auf die Tabellensituation blickt“, meinte der Ehinger Coach. Denn auch den Gästen gelangen erst zwei Saisonsiege und mit einem eigenen Erfolg würde man die Tabellenplätze tauschen. Nach zwei aufreibenden Partien nach längerer Pause soll dann mit großer Motivation ein neuer Anlauf gestartet werden. Doch bisher hatte man nach der Pause bis Weihnachten mit dem kompletten Kader nur dreimal trainieren können. Dennoch hilft dann die mittlerweile große Rotation. Denn neben dem erst 16-jährigen Mateo Vidovic, der erstmals in der Starting Five stand, kehrte auch Center Akim-Jamal Jonah nach langer Verletzungspause wieder zurück. „Die Gegner haben meist mehr Tiefe und Erfahrung, dennoch ist es richtig, dass wir uns mehr Spieler auch helfen“, erklärte Reinboth. Die Tübinger, das zweitjüngste Team der Liga, scheinen auch nach neun absolvierten Partien noch nicht gefestigt zu sein und erlauben sich viele Ballverluste. Auch die Größe unter dem Korb mit der Erfahrung von 2,15 Meter-Center Enosch Wolf konnte nur selten bislang genutzt werden. Bei den Siegen gegen Paderborn und Karlsruhe wurden jeweils mehr als 90 Punkte erzielt, ein Schlüssel also für das Ehinger Team wird sein, den Gästen wenige Punkte zu erlauben. „Wir haben noch zu oft Phasen, in denen es in der Offensive und gleichzeitig auch in der Defensive nicht läuft und passt. Das muss geändert werden und man sich über gute Defense dann auch belohnen“, erklärte Trainer Domenik Reinboth worauf es ankommen wird.

Schlüsselstatistik: Die Tübinger weisen die beste Dreierquote der Liga auf und treffen knapp 45 Prozent ihrer Distanzwürfe. Es gilt also auf die bekannten Schützen aufzupassen, wenngleich am vergangen Spieltag nur fünf Distanzwürfe ihr Ziel fanden. Doch es gibt auch Gründe warum die Gäste aus der Neckarstadt weit unten in der Tabelle stehen. Denn kein anderes Team holt so wenig Rebounds im Schnitt (28) und leistet sich so häufig Ballverluste (17,3). Mit einigem Druck und erstmals auch Akim-Jamal Jonah in einem Heimspiel in dieser Saison unter dem Korb sollen die Schwächen der Tübinger so ausgenutzt werden. Dazu treffen die beiden Mannschaften mit den meisten kassierten Punkten aufeinander, ein Schlüssel liegt also auch am Mittwochabend wieder auf der Defensivarbeit

Gegner Check: Topscorer der Tübinger, ist Joshua Sharkey der 16 Punkte im Schnitt auflegt und in seinen ersten Profispielen direkt zu überzeugen wusste. Dabei verteilte der nur 1,75 m kleine Point Guard auch noch knappe 6 Assists. Bestens bekannt ist Gianni Otto, der nach zwei Jahren in Ehingen, nun auch bei den Tigers mit Energie und viel Einsatz spielt. Ebenfalls aus der Distanz trifft Guard Troy Simons mit 47 Prozent stark, der auch wie seine beiden Landsleute erstmals in Europa aktiv ist. Dazu zählt auch Isaiah Crawley, der bislang 15,6 Punkte und 6 Rebounds beisteuerte. Noch besser aus der Distanz als die US-Amerikaner trifft Roland Nyama mit über 60 Prozent. Neu zum Team stieß nach sechs Spielen Timo Lanmüller von der Orange Academy. Der 19-jährige gebürtige Österreicher arbeitete schon in Ulm mit seinem jetzigen Coach Danny Jansson zusammen. Wie auch der Trainer kommt auch der junge Elias Valtonen aus Finnland, war zuletzt aber m College und wird auf den Forward Positionen eingesetzt und lieferte am vergangenen Sonntag mit 20 Punkten ein starkes Spiel ab. Unter dem Korb sind Neuzugang Daniel Keppeler und Kapitän Enosch Wolf aktiv. Der 2,15 m Center spielt seine dritte Saison in Tübingen und kommt auf knapp zehn Punkte im Schnitt pro Partie.

Duell des Spiels: Mit 12 Punkten, 3,2 Rebounds und 2 Assist, sowie einer guten Trefferquote unter dem Korb gelang dem finnischen Nationalspieler und Neuzugang Elias Valtonen ein guter Auftakt in seine Profikarriere nach Jahren am College. Zuletzt punktete er in drei Spielen in Folge zweistellig und ist variabel auf den beiden Forward Positionen einsetzbar. Dasselbe gilt auch für Ehingens Neuzugang Kameron Hankerson. Der mit 14,1 Punkten und je 2,3 Rebounds und Assists gute erste neun Spiele ablieferte. Der 22-jährige Forward aus Michigan weist dazu auch noch mit 64 Prozent aus dem Zweierbereich, wie auch mit der 45 Prozent Quote aus der Distanz die besten Werte seines Teams auf und gehört auch mit seinen 1,7 Steals zu den besten „Balldieben“ der Liga.

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