NEWS

SCHNELLES WIEDERSEHEN MIT PHOENIX HAGEN

31.01.2021

Nicht einmal vier Tage nach dem ersten Aufeinandertreffen in der BARMER 2. Basket-ball-Bundesliga ProA erwartet das TEAM EHINGEN URSPRING erneut das Duell mit Phoenix Hagen. In der JVG-Halle will die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth am Sonn-tagabend (16.30 Uhr) einiges besser machen und sich den dritten Saisonsieg holen. Das dies möglich ist, zeigte die Partie am Mittwochabend über viele Minuten.
Ausgangslage: So frisch wie diesmal sind die Eindrücke vom Gegner nur selten. Maximal in den Playoffs ist dies der Fall, doch die sind für beide Mannschaften in diesem Jahr realistisch gesehen nicht erreichbar. Es geht einzig und allein um den Klassenerhalt. Und da darf man sich solche Fehler wie im ersten Spiel der beiden Teams am Mittwochabend in der Hagener Krollmann-Arena aus Ehinger Sicht nicht leisten. „Es war eine absolut unnötige Niederlage. Die haben wir selbst verschuldet“, meinte Coach Reinboth. Nach diesen Worten des 38-jährigen könnte man meinen, seine Mannschaft hätte bei der 84:90-Niederlage den Sieg erst kurz vor Schluss aus der Hand gegeben. Doch gerade erst da, war sie mit einem starken Comeback erst herangekommen. Viel mehr erzürnte Reinboth die 28 Offensivrebounds die seine Mannschaft dem Gegner gestattet hatte. „Eigentlich haben wir etwas ganz Besonderes geschafft, nämlich mit solch einer Statistik überhaupt eine Siegchance zu haben“, blickte Reinboth zurück. Seine Mannschaft, habe gut verteidigt, meinte der Coach, doch „das hilft ja alles nichts, wenn man sich dafür auch überhaupt nicht belohnt in der Defensive“. Dabei war die erste Halbzeit ausgeglichen verlaufen, wenngleich es keine hochklassige Partie gewesen war. Doch es zählen nur die Siege und den hatte sich Phoenix Hagen gesichert. Obwohl sich Akim-Jamal Jonah und auch Hagens Neuverpflichtung Marcel Keßen ein Double-Double sicherten, waren die „Feuervögel“ unter dem Ehinger Korb leider nicht in den Griff zu bekommen. „Es war leider ein Schritt zurück“, resümierte Reinboth. Doch schnell galt es nach vorne zu blicken. Nur selten hat man die Möglichkeit eine Niederlage so schnell wieder gut zu machen. Dafür will die Ehinger Mannschaft um Topscorer Jack Pagenkopf am Sonntag sorgen. „Es ist weder leicht noch schwer, sich so schnell wieder zu sehen. Jedoch sollte es jedem unserer Spieler genügend Motivation geben um auf dem Feld besser auszusehen als zuletzt“, erklärte Reinboth und nahm sein Team damit etwas deutlicher in die Pflicht. Dabei schreibt er selbst den direkten Vergleich, den die Hagener mit sechs mehr erzielten Punkten innehaben, noch nicht ab. Wenn man die Probleme der vergangenen Begegnung abstellt, sind die Westfalen von Trainer Chris Harris schlagbar, das zeigte sich zuletzt. Doch dafür gilt es unter dem Korbdeutlich präsenter zu sein und die Kreise von Center Keßen und dem ehemaligen Ehinger Joel Aminu, der am Mittwoch mit 18 Punkten Topscorer seines Teams war, einzuengen.

Schlüsselstatistik: Nach dem vergangenen Spiel gibt es wohl nur ein Thema das es zu beachten gilt. Die Rebounds und ganz besonders die am eigenen Brett. Nur 9,5 Offensivrebounds holen die Hagener im Schnitt pro Partie, zuletzt waren es 28. Knapp mehr als 32 Rebounds sammeln die „Feuervögel“ im Schnitt – gleich 25 mehr waren es am Mittwoch gewesen. Weiterhin gilt es die Dreierquote zu beachten, denn nur De´Quan Abrom, Jack Pagenkopf und Christian Oshita trafen aus der Distanz. Auch die Ballverluste müssen so bald wie möglich wieder unter den Saisonschnitt von 15 pro Partie kommen um dem Gegner nicht zu häufig einfache Punkte zu gestatten.

Gegner Check: Topscorer der Hagener ist der 25-jährige Forward Cameron Delaney, der zuvor im österreichischen Wels aktiv war. 12,8 Punkte und 3 Rebounds stehen für den US-Amerikaner zu Buche. Nur knapp dahinter liegt auch schon der 23-jährige Jermain Bishop, der auf der Shooting Guard Position spielt und am Mittwoch auch 15 Punkte erzielte. Ka-pitän Dominik Spohr ist seit einigen Tagen angeschlagen und spielt deshalb auch nur knapp zwölf Minuten. Der bundesligaerfahrene Forward trifft rund 40 Prozent seiner Versuche aus der Distanz und kommt auf 12,4 Punkte pro Partie. In seinem vierten Jahr in Hagen nach seinem Abgang aus Ehingen ist Joel Aminu, der sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und eine tragende Rolle spielt, die weit über die mit viel Energie und einigen Dreiern hinaus geht. Auch er kommt auf über 12 Punkte und 4 Rebounds pro Partie. Center Zach Haney, der zuvor in der ProB in Bochum spielte und Point Guard Kyron Cartwright erzielen mehr als 9 Punkte im Schnitt. Wobei letzterer mit seinen 13 Assists zuletzt aufhorchen ließ. Jannik Lodders, Paul Giese und Emil Loch stehen ebenfalls in der Rotation von Trainer Chris Harris.

Duell des Spiels: Gerade erst war Marcel Keßen als Nachverpflichtung für den verletzten Javon Baumann aus Bremerhaven gekommen. Da schlug er auch schon so richtig ein. 15 Punkte und 13 Rebounds in 20 Minuten verbuchte der Center bei seiner Rückkehr in seine Heimatstadt. Nah einer Verletzung war Keßen nicht so Richtung in Tritt gekommen bei den Eisbären im hohen Norden. Zuvor spielte er schon vier Jahre in Oldenburg und machte dort einige Bundesligaspiele. Dorthin will auch Akim-Jamal Jonah. Der 22-jährige kam auf 11 Punkte und 10 Rebounds, 4 Blocks und 1 Steal. Sowie auf erneut starke Quoten unter dem Korb. Auch Jonah war zu Beginn der Saison verletzt und so standen beide nicht im Kader ihres Teams als die Bremerhavener in Ehingen zu Gast waren. Es wartet ein spannendes Duell, denn Akim-Jamal Jonah ist bislang der effektivste deutsche Spieler der Liga.

Menü