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VIELE RÜCKKEHRER BEIM GASTSPIEL VON JENA

29.03.2022

Nach zwei Niederlagen am Doppelspieltag geht es schon am Mittwochabend (19.30 Uhr) in der JVG-Halle für das TEAM EHINGEN URSPRING weiter. Dann ist die Mannschaft des Tabellendritten Medipolis Science City Jena zu Gast. Die Partie steht dann ganz im Zeichen der Rückkehr von vier Spielern an ihre alte Wirkungsstätte und auch Jenas Coach Domenik Reinboth wird erstmals auf der Seite der Gäste in Ehingen Platz nehmen.

Ausgangslage: Mit jeweils nur sieben Spielern war das TEAM EHINGEN URSPRING am vergangenen Wochenende in Itzehoe und Paderborn angetreten. Und lieferte dabei zwei ganz unterschiedliche Partien ab. In Itzehoe, gegen den schon feststehenden Mitabsteiger, klappte in der zweiten Halbzeit nur noch wenig und es gab eine deutliche Niederlage. Gegen die nun sechstplatzierten Paderborner hielt man bis zwei Minuten vor dem Ende gut mit und hätte noch größere Siegchancen gehabt ohne die letzten beiden Minuten punktlos zu beenden. Jetzt wartet im Nachholspiel in eigener Halle aber noch einmal ein ganz anderer Gegner auf die nun wieder fast vollzähligen Ehinger. Denn neben Munis Tutu ist auch der Einsatz des zweiten Point Guards, Jakob Hanzalek, nach einer Verletzung aus dem NBBL-Spiel noch fraglich. Der Tabellendritte hat noch fünf Partien vor sich und damit ein noch strafferes Programm als das #teamingreen, dass am Freitag schon die letzte Auswärtsreise der Saison nach Vechta antreten wird. Mit 74:76 verloren die Thüringer ihr Heimspiel am Sonntag gegen Trier und werden hoch motiviert sein. „Den Sieg in Ehingen haben sie fest eingeplant. Für uns ist es die größte Herausforderung“, meinte Coach Johannes Hübner. Auch sein Team, will in den verbleibenden beiden Heimspielen noch einmal alles zeigen und sich gebührend verabschieden. Doch es wartet eine große Aufgabe. „Jena hat die stärkste Mannschaft der Liga. Sie haben mit Abstand die beste personelle Lage und einen noch tieferen Kader als der Tabellenerste Rostock“, meinte Hübner. Für ihn wird es ein ganz besonderes Spiel werden. Denn auf der anderen Seite steht Jenas Coach Domenik Reinboth, für den es die erstmalige Rückkehr in die Ehinger JVG-Halle nach vielen Jahren hier sein wird. „Wir haben sehr gut und eng zusammengearbeitet und sind durch Höhen und Tiefen gemeinsam gegangen“, beschrieb Hübner die lange Zeit zusammen. „Wir haben so häufig und viel über Basketball geredet und wissen was der andere denkt. Ich habe ihm einiges zu verdanken“, erklärte der Ehinger Coach. Auch für Reinboth wird es aber sicher eine ganz besondere Sache sein, wieder in der Halle zu sein, in der er jahrelang etliche Spieler trainierte. Darunter auch zwei die er wieder in seinem Team hat. Davonte Lacy kam im Saisonverlauf aus der Slowakei zu den Saalestädtern und überzeugt mit einer starken 50 prozentigen Dreierquote. Dazu hat Reinboth mit RayShawn Simmons seinen Spielmacher aus der Ehinger Playoffs-Saison mit an Bord. Der Denker und Lenker des Jenaer Spiels ist mit 8 Assists zweitbester Spieler der Liga in dieser Kategorie. Aber das waren noch längst nicht alle die an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren, wenngleich die beiden Forwards Stephan Haukohl und Jena-Kapitän Julius Wolf nie im Ehinger Trikot in der JVG-Halle spielten und schon häufiger als Gegner zu Gast waren. Wolf trifft dann auf seinen langjährigen Förderer Felix Czerny. Neben den vielen Spielern für die es etwas Besonderes ist, wartet das ambitionierte Top-Team mit weiteren hochkarätigen Spielern. Clint Chapmann spielte unter anderem für Alba Berlin und die Riesen Ludwigsburg. Brandon Thomas ist in mehr als einem Jahrzehnt und vielen Stationen in der Bundesliga zu einer Legende dort geworden und führt die Medipolis Science City Jena Mannschaft in Sachen Erfahrung an. Dazu kommen noch die jungen deutschen Spieler um Lorenz Bank, Moritz Plescher und Defensiv-Ass Nico Brauner.

Gegner Check: Wenig überraschend ist Brandon Thomas der Topscorer der Jenaer. In seinem zehnten Jahr in Deutschland erzielt der 14,8 Punkte pro Spiel und überzeugt auch mit einer Dreierquote von 45 Prozent. 13,8 Punkte und 5,3 Rebounds holte sich Julius Wolf bisher im Saisonverlauf. Für den Kapitän der Gäste der zu den besten Forwards der ProA zählt ordentliche Zahlen. Doch nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits ist die Identifikationsfigur für die Thüringer enorm wichtig und will das auch bei der Rückkehr in die Stadt zeigen, in der er seine Karriere in der Jugend begann. Schon seit Jahren zählt Alex Herrera zu den besten du dominantesten Centern der Liga. Mit 12,9 Punkten und 6,7 Rebounds unterstreicht der US-Amerikaner das noch einmal deutlich. 11,3 Punkte und seine fast schon obligatorischen vielen Assists (8 pro Spiel). Damit zieht RayShawn Simmons die Fäden im Spiel des Tabellendritten und setzt seine Mitspieler häufig perfekt in Szene. Ebenfalls zweistellig punktet Center Clint Chapmann (10,6) der nach zeitweise langer Sperre wieder mit dabei ist und in seinen drei BBL-Stationen, sowie in Japan seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat. Das gilt auch für Davonte Lacy, der 2018 nach Ehingen kam und einer der besten reinen Scorer der Liga ist und das gerade in seinen ersten Spielen nach seiner Verpflichtung eindrucksvoll zeigte. Als guter Schütze bekannt und unter dem Korb ist Stephan Haukohl (9,2 Pkt.) den man nie frei stehen lassen darf und für viel Gefahr sorgt. Trotz 9 Punkten pro Partie ist Nico Brauner der defensive Anker des Jenaer Teams, dass machte sich in der Zeit seines Ausfalls bemerkbar. Der junge Moritz Plescher kommt auf knapp 8 Punkte und erarbeitete sich unter anderem mit 40 Prozent Dreierquote eine Einsatzzeit von rund 21 Minuten. Daneben setzte Coach Domenik Reinboth auf drei weitere junge Spieler mit Lorenz Bank, dem serbischen Point Guard Vuk Radojicic und dem Brasilianer Rafael Alberton Rodrigues der im Hinspiel groß auftrumpfte.

Schlüsselstatistik: Bei den letzten beiden Niederlagen gelang es Jena jeweils nicht mehr als 25 Prozent der Dreipunktewürfe zu treffen. Beim Sieg gegen Leverkusen hingegen waren es 53 Prozent. „Das heißt dennoch nicht, dass wir sie einfach so werfen lassen dürfen“, sagte Trainer Johannes Hübner. Es gilt also die Thüringer bei den Distanzwürfen zu verteidigen. Ihrem Gegner gestatten die Jungs von Medipolis Science City nur 82 Punkte pro Spiel. Eine Hürde die es zu meistern gilt, will man lange dagegenhalten. Doch generell steht alles im Zeichen der vielen Rückkehrer nach Ehingen.

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