Heimniederlage gegen Bundesliga-Absteiger Bremerhaven

Nach den zwei starken Spielen zum Auftakt, sah Trainer Domenik Reinboth seine Mannschaft auf einem guten Weg das nächste Spitzenteam in Bredouille zu bringen. Doch am Ende stand eine deutliche 70:92-Niederlage auf der Anzeigetafel in der JVG-Halle. Der 15:32 Rückstand nach dem ersten Viertel war eine zu große Hypothek, der man die gesamten weiteren 30 Minuten hinterher lief. Das zweite Viertel verlief kaum besser, denn weiterhin war im Ehinger Spiel zu wenig Bewegung und die Offensive stockte immer wieder. Unter dem Korb erzielten die Gäste zu viele einfache Punkte und so ging es mit 34:48 in die Halbzeitpause. Dann folgte die kurze Aufholjagd. Bis zum 49:54 und einer deutlich verbesserten Defensive kämpfte sich das #teamingreen wieder heran. Vor dem Schlussviertel betrug der Abstand wieder 17 Punkte und die Mannschaft von der Nordsee behielt die Ruhe und brachte den verdienten Sieg nach Hause. 

Spieler des Spiels: Joshua Braun. Zu seinen 15 Punkten, sammelte er noch 10 Rebounds ein. Vor allem die vier in der Offensive taten den Gastgebern enorm weh. Mit 3 von 6 getroffenen Distanzwürfen - und das in sehr wichtigen Phasen -  zeigte der Guard, warum ihn sein Trainer Michael Mai vor der Saison als kommende Überraschung der Liga beschrieb. Auf Ehinger Seite war es Center Akim-Jamal Jonah der mit 9 punkten und 10 Rebounds unter dem Korb aufräumte und mit seinen Dunkings einige Male die Korbanlage so richtig wackeln ließ. 

Schlüsselfaktor zum Sieg: Die 3er Quote der Bremerhavener lag bei 40 Prozent und damit deutlich über dem bisherigen wert (26 Prozent). Gerade in der JVG-Halle und vor allem in der zweiten Halbzeit waren Braun, Goodwin & Co. Unheimlich treffsicher. 

Trainerstimmen:

Domenik Reinboth (TEAM EHINGEN URSPRING): 

„Glückwunsch an Bremerhaven zu einem verdienten Sieg. Die Eisbären haben trotz aller Probleme im Sommer eine richtig gute Mannschaft zusammengestellt, das hat man heute deutlich gesehen. Wir wussten deshalb, dass es sehr schwer wird gegen sie. Für uns war es ein gefühlter Rückschritt im Vergleich zu den ersten beiden Spielen. Gerade offensiv standen wir zu oft und waren zu selten in Bewegung. Man hatte dann im dritten Viertel in Ansätzen gesehen, was möglich wäre. Aber dafür fehlte uns dann die Tiefe um heran zu kommen. Obwohl es die erste Woche war, in der wir alle Spieler komplett im Training hatten lief es dann nicht gut für uns. Und Bremerhaven hat dann eben die spielerische Klasse, um das Spiel zu gewinnen.“

Michael Mai (Eisbären Bremerhaven):

"Wir wussten, dass hier auf uns eine schwere Aufgabe warten würde. Ehingen hatte in den ersten beiden Spielen gegen Topteams gut mitgehalten und es ihnen schwer gemacht. Wir hatten uns auf eine aggressive Mannschaft eingestellt und das geht als Lob an Domenik Reinboth und sein Team. Im dritten Viertel haben wir zu schnell gespielt und dann unseren Vorsprung immer mehr verloren. Joshua Braun und Kasey Hill haben auf unserer Seite einen super Tag erwischt und mit Rohndell Goodwin dann schwere Würfe getroffen, das war auch ein Schlüssel zum Sieg.“